Gunther Krex

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Musiker (Bassist), Produzent und Studio-Betreiber aus Berlin.

Als Musiker wurde Krex vor allem durch seine Mitwirkung in den Bands Engerling (Bluesrock, 1980 bis 1983) und L'art de Passage (FusionJazz & Weltmusik, seit 1987) bekannt. Dazwischen spielte er u.a. im Musik-Projekt Fabrik, in der Nachfolge der legendären Dresden/Berliner Art-Punk-Formation Zwitschermaschine.
Ab Ende der 1980er gehörte er zu den etablierten Profimusikern der DDR, die ihre privat aufgebauten Heimstudios auch für unkonventionellere Bands aus Avantgarde, Underground und Heavy Metal öffneten und ihr Know How für Produktionen beisteuerten, denen die konservativen Angestellten des DDR-Tonträger-Monopolisten VEB Deutsche Schallplatten nicht gewachsen waren. Bekannte Dokumente dieser Phase sind die von Olaf Tost (die anderen) als Talentscout für den Rundfunk der DDR betreuten Sessions der Jahre 1989/1990, die später auf der Compilation "Sentimentaler Rückblick" veröffentlicht wurden, sowie die EP "The early Broadcast Sessions" von Die Art (rec. 1989, VÖ 1999), ein Demo der Berliner Metal-Band Sixtus (1989), das Album "Hilf der Polizei schlag dich selbst" von Noah (1990), der Sampler "All tomorrow's parties" (1990), das Album "Dem Deutschen Volke" von Dekadance (1991) u.a.
Aus der wiederholten Zusammenarbeit mit dem progressiven Amiga-Toningenieur Dieter Ortlepp entwickelte sich nach 1990 das professionell arbeitende "Tonstudio Krex", dann allerdings wieder überwiegend für Jazziges, Liedermacher oder schöngeistige Musik a la Gerhard Schöne, nach 2000 dann fast ausschließlich für Hörbuch-Aufnahmen des Berliner Kult-Autors & "Russendisko-DJ" Wladimir Kaminer.