Ichfunktion

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Punkband aus Berlin, 1987 bis 1993.

Gegründet von den 1987 bei Die Firma ausgestiegenen Pankonin und Trötsch, dann bis 1990 in der Besetzung Pankonin / Tschaka / E.Tröger / Haupt. Daneben spielten die Musiker als Gäste und in Proberaum-Sessions unter verschiedenen Projektnamen, z.B. Die Euphontherapie, Parts per Millions, Tschaka lebt (beide mit Flake Lorenz), 3Tot (mit Andrea Hüber-Rohne).

Nach 1990 wechselnde Besetzungen und sporadische Aufnahmen, Tschaka spielte parallel überwiegend bei Hans Am Felsen. Im Oktober 1993 gab es das Abschiedskonzert der Ichfunktion, die sich 1999 zum Gedenkkonzert für den verstorbenen Frank "Tschaka" Schackert noch einmal zusammenfand.

Besetzung

  • Key Pankonin - g, voc (ex- Die Firma)
  • Frank "Trötsch" Tröger - key (ex- Die Firma, nur Bandgründung)
  • Frank "Tschaka" Schackert - g († 1999)
  • Eva "Evi" Tröger - bg
  • Jens-Uwe Haupt - dr / später "Boxer" - dr (Hans Am Felsen)

Bandstory (Selbstdarstellung)

1987 fügte ein Energiefeld aus der 5. Dimension einen Keil in die "Tanzkapelle Wandlitz", die sich unter dem Namen "Die Firma" bekannt gemacht hatte. Das Feld trieb Key-2-Pankonin dazu, sich mit den Ichfunktionären Tschakas, Evis & Jens' zu mischen. Es fügte die 4 Funktionen zu einer einzigen zusammen & diese wurde eine Band.

Nach dem ersten Konzert, das aus den beiden Songs "Durcheinander" und "Wolokolomsker Chaussee" bestand, beschloss man in einer ¼ stündigen Rauchpause weiterzumachen und mit zwei schauspielenden Freunden (Die Scharlatane) durch das halbierte Land östlich der Bananenstaude zu touren. Als dann die reisewütigen Sachsen, auf der Suche nach einer schnellen D-Mark & der Freiheit, die Botschaft in Budapest besetzten, reagierte die Ichfunktion ratlos mit dem Lied "Was soll ich bloss Tunfisch".

Etwas später drehte sich die deutsche Münze von Kopf nach Zahl & die Ich Funktion verlor ihre wichtigste Inspirationsquelle - den Staat. Aber durch das zweijährige Touren war sie inzwischen bekannt genug geworden, dass man sie zur Besetzung des "Eimers" einlud, um dort den Sampler zur Währungsunion aufzunehmen.

Diese LP in ohrpropfenrosanem Cover klingt, als würde man aus einem tadellos funktionierenden Plattenspieler das Wispern der Nadel hören, weil die Boxen nicht angeschlossen sind. Nun träumte die Funktion von besser klingenden Aufnahmen. Doch was bei jeder halbwegs organisierten Band funktioniert, versandete bei den, ihre Energien in alle Richtungen verplempernden Chaoten. Das führte zur Lustlosigkeit, das wiederum mit dem Mangel an Geld multipliziert, das Aus ergab ... die Band trennte sich. Aber ein Band mit Aufnahmen für eine LP, die nie zur Pressung gelangt war & wie ein ungeborenes Kind in Tschakas Regal lagerte, brannte Löcher in den Staub, der es überzog. Es wollte eine Single werden.

Über den Seiten des neuen Jahreskalenders stand eine '92, als der Tschakadu in den neuen Frühling flog & sich einem zwei Meter grossem Herrn, von dem die Leute sagen, er könne ein Kleinkalibergewehr dazu bringen einen guten Witz zu erzählen, auf die Schulter setzte. Herr Rexin half der Band, ihre erste eigene Platte zu machen. Er war es, der gemeinsam mit den Hammerharten Altmarkbauern Ulf & Rainer, die Band motivierte, nicht zu rechnen, sondern einfach weiterzuspielen. Daraufhin lud Tschaka den Trommler Jens zur zweiten Overtüre der Ichfunktion in den Proberaum.

Doch der weigerte sich einen toten Hund spazieren zu führen & zersampelte stattdessen seine goldene Hausnummer. Jens erst recht sagten Tschaka & Key & bereiteten das zweite grosse Fest im Eimer vor, das den Titel "Willkommen zur dritten Weltparty - die Ichfunktion - record - Key - wird - 30 - release - party" trug ... Zur Feier des Tages spielten Tschaka & Key noch einmal mit Jens & Evi als Exfunktion. Die Geburtstagstorte landete in Form handlicher Wurfgeschosse an Gitarrenhälsen & den Abdeckgittern geborgter Lautsprecherboxen. Während des Festes änderte sich die Besetzung der Funktion. Jetzt trommelte ein Faustkämpfer in der Band & der bassistische Theaterbolle leierte für kurze Zeit einen nervösen Groove in deren Rücken, worauf er sich sehr verständnisvoll von seiner Ablösung in den Rübensalat boxen liess. Im Verlauf der Feierlichkeiten überfrass sich leider ein Funktionär an etwas nicht - vegetarischen & da alle Organismen der Band miteinander verbunden waren, litten sie an der gleichen Übelkeit. Sie einigten sich darauf, die Vergiftung zu Feiern. Da es nie eine LP mit dem Lebenswerk der Ichfunktion gegeben hat, verwandelten sie die kollektive Vergiftung in einen digitalen Silbertaler, um damit eine Möglichkeit der Reise des Ich's zu zeigen.

Quelle: www.ichfunktion.de

Musik

Literatur

  • Key Pankonin - Keynkampf (Unabhängige Verlagsbuchhandlung Ackerstraße 1993, ISBN 3-86172-050-7)