Planlos

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Berliner Punk-Band, 1980 und 1983.

Vorläufer war ein schon 1979 existierendes Keller-Projekt namens AFS (Antifaschistischer Schutzwall) mit Lade (Gesang), Frank Straßburger (Gitarre, später Schlagzeuger bei Cadavre Exquis) und Martin Leeder (Schlagzeug, später u.a. Elektro Artist). Ohne Straßburger und Leeder entstand 1980 daraus zusammen mit Gitarrist Kobs von der zuvor aufgelösten Band Betonromantik und Bassist Kaiser Planlos.

Gemeinsam mit Namenlos und Unerwünscht im Juli 1983 Teilnehmer an der Blues-Messe in der Berliner Erlöser-Gemeinde, die sich in diesem Jahr zum ersten Mal auch den lokalen Punkbands ohne Auftrittsgenehmigung und -möglichkeiten öffnete (siehe auch "Alösa Frühlingsfest"). Schon 1982 war der Gruppenname den Sicherheitsorganen der DDR so bekannt und suspekt, daß sich das Quartett zunächst in Exzess umbenannte und 1983 schließlich ganz auflöste. Kaiser wechselte 1984 zu Namenlos und Fatale, Lade und Kobs gründeten 1985 mit Straßburger Cadavre Exquis.

Quelle: NMI 2/1991

Michael Boehlke entwickelte 2005 zusammen mit dem Schriftsteller Henryk Gericke (Anfang der 80er auch Musiker bei The Leistungsleichen) das Konzept für die Wanderausstellung und Dokumentation "Ostpunk! Too Much Future". Eine neue Live-Version des Band-Klassikers "Überall..." wurde von einem 2005 initiierten Ostpunk-Allstar-Projekt namens Ex-Cert (mit Musikern von Planlos, Namenlos und Wutanfall) auf eine Berliner Bühne gebracht.

Besetzung

  • "Pankow" (= Michael Boehlke) - voc
  • Michael Kobs - g (ex- Betonromantik)
  • "Kaisa" (= Daniel Kaiser) - bg
  • "Lade" (= Bernd Michael Lade) - dr, voc (ex- AFS)

Musik

Interview mit den ehemaligen Musikern von Planlos im Tagesspiegel, 26.08.2005


--Lutz 18:34, 11. Nov 2006 (CET)